{"id":1202,"date":"2023-03-28T13:04:39","date_gmt":"2023-03-28T13:04:39","guid":{"rendered":"https:\/\/rslnc.com\/?p=1202"},"modified":"2023-11-07T16:28:42","modified_gmt":"2023-11-07T16:28:42","slug":"was-macht-eine-gute-beziehung-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rslnc.com\/de\/uebungen-de\/was-macht-eine-gute-beziehung-aus\/","title":{"rendered":"Was macht eine gute Beziehung aus?"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Menschen ist ihre Beziehung ein nicht unerheblicher Quell von Stress und manchmal sogar \u00c4ngsten. Von den kleinen und gro\u00dfen Krisen und Katastrophen des Alltags mal ganz abgesehen. Man versteht den oder die Partnerin nicht. Man f\u00fchlt sich selbst nicht verstanden. Oder gesehen. Oder akzeptiert.<\/p>\n<p><em>Aber was macht es so schwer eine gute Beziehung zu f\u00fchren?\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Dazu lohnt sich mal wieder ein Ausflug in den radikalen Konstruktivismus, dessen Fundament in der Erkenntnis besteht, dass wir alle unsere Realit\u00e4t in jeder Sekunde selbst konstruieren. Unsere Wahrnehmung ist also vollkommen subjektiv. Wenn man das einmal verinnerlicht hat, ist es auch nicht mehr verwunderlich, dass zwei Menschen ein und die selbe Situation vollkommen anders wahrnehmen k\u00f6nnen. Sie schauen einfach mit ihren jeweiligen, ganz unterschiedlichen &#8222;Brillen&#8220; darauf.<\/p>\n<p>Und wenn man dann noch Niklas Luhmann&#8217;s Erkenntnis &#8222;<span>Kommunikation ist unwahrscheinlich. Sie ist unwahrscheinlich, obwohl wir sie jeden Tag erleben, praktizieren und ohne sie nicht leben w\u00fcrden.<\/span>&#8220; dazu addiert, wird klar, warum wir die Dinge in Beziehungen nicht nur oft vollkommen anders wahrnehmen, sondern uns auch so oft missverstehen.<\/p>\n<p><em>Und nun? Was kann uns helfen, unsere Beziehung zu diesem einen Menschen, mit dem wir oft unser Leben verbringen wollen, zu verbessern \u2013 und potentiell auch zu allen anderen Menschen? Und vor allem, was k\u00f6nnen wir selbst dazu beitragen?<\/em><\/p>\n<p>Vor einiger Zeit sind mir die &#8222;10 Gebote zur Beziehungspflege&#8220; begegnet \u2013 leider erinnere ich die Quelle aber nicht mehr (wer sie kennt, m\u00f6ge sie bitte in den Kommentaren f\u00fcr andere erg\u00e4nzen). Ich finde sie zwar etwas sperrig und technokratisch formuliert, aber das macht sie nicht weniger richtig. Sie bilden einen guten Rahmen daf\u00fcr, um eine Beziehung resilienter zu machen \u2013 denn der n\u00e4chste Konflikt kommt bestimmt. Insofern geht es also eher um die Frage, wie es mir am besten gelingt damit umzugehen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>1. Gebe so oft wie m\u00f6glich Zeichen der Anerkennung, Wertsch\u00e4tzung und Zuneigung. Ein Zuviel ist kaum m\u00f6glich. Liebe ist das einzige Gut, was mehr wird, wenn man es verschwendet.<\/h4>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Das klingt, wie gesagt, ein bisschen abstrakt. Es gut um Dinge wie: &#8222;Ich liebe Dich.&#8220; oder &#8222;Ich habe Dich lieb.&#8220; zu sagen. Und zwar am besten mindestens einmal am Tag. Darum, Wertsch\u00e4tzung und Anerkennung auszudr\u00fccken, wie z.B. durch ein &#8222;Danke, dass Du &#8230; gemacht hast.&#8220; oder &#8222;Das hat mich beeindruckt, wie Du mit der Situation umgegangen bist.&#8220; oder &#8222;Das fand ich total toll\/sch\u00f6n\/ber\u00fchrend.&#8220; Oft denkt man diese Dinge sogar, aber viele Menschen haben nicht gelernt, sie auch auszusprechen. Dann gilt oft so etwas wie &#8222;Nicht kritisiert ist doch genug gelobt.&#8220; Und das ist verheerend. Denn im Grunde geht es bei all den genannten Beispielen darum, dem anderen zu zeigen, dass man ihn sieht und wertsch\u00e4tzt. Entsprechend f\u00fchlt er sich wahrgenommen und gesehen. Und das ist f\u00fcr unsere Seele unglaublich wichtig. Denn als Menschen sind wir soziale Wesen und streben nach <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/rslnc.com\/wissen\/zugehorigkeit-durch-bedeutsamkeit\/\">Bedeutung<\/a><\/span> f\u00fcr die anderen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>2.\u00a0Pflege Die beziehung und zeige Initiative. sammel Ideen und gib Anregungen f\u00fcr Gemeinsamkeit, Unternehmungen und Z\u00e4rtlichkeit. Das gute muss man tun, nicht nur dar\u00fcber reden.<\/h4>\n<p><b><\/b><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Hier geht es am Ende ums wirklich Umsetzen. Aber davor stehen nat\u00fcrlich Ideen und Planung \u2013 und manchmal Spontaneit\u00e4t. Wichtig ist, die Initiative zu ergreifen und dabei nicht nur bei sich selbst zu sein, sondern auch zu ber\u00fccksichtigen, was wohl der oder die andere gerne machen wollen w\u00fcrde. Je mehr die Ideen beide Seiten ber\u00fccksichtigen, umso weniger hat man das Gef\u00fchl egoistisch zu sein oder etwas nur f\u00fcr den anderen zu tun \u2013 und der f\u00fchlt sich wiederum gesehen und verstanden. Ein klassisches Win-Win.<\/p>\n<p>Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang der Aspekt der Z\u00e4rtlkichkeit. Denn der kommt in vielen Beziehungen irgendwann im Alltag viel zu kurz. H\u00e4ndchen halten, den anderen spontan in den Arm nehmen, ihm oder ihr kurz den Nacken zu kraulen, sich mal anzulehnen und geborgen f\u00fchlen. Das geht ganz einfach und zwischendurch. Das spannende daran ist, dass wir als Menschen dabei Serotonin aussch\u00fctten, das Gl\u00fcckshormon. Deshalb tut kuscheln so gut. Und wenn der andere mal nicht da ist, kannst Du das sogar selber tun. Wie? Schau einfach <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"https:\/\/rslnc.com\/training\/selbst-umarmung-self-hug\/\">hier<\/a><\/span> nach &#8230;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4><b>3. Nur, wenn Du Dich mitteilst, kann der andere Dich verstehen.\u00a0<\/b>Sorge daf\u00fcr, dass Dein Erleben f\u00fcr den Partner transparent wird. Dies betrifft Dein allt\u00e4gliches Befinden, Dein Lebensgef\u00fchl, Deine Lebensgeschichte und \u2013perspektive.<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Auch hierbei geht es um etwas, dass viele Menschen nie richtig gelernt haben: Sich authentisch und echt mitzuteilen. Oft haben wir dabei Angst auf Ablehnung zu treffen \u2013 egal, ob es unsere Haltungen, Gedanken oder Gef\u00fchle betrifft. Denn viele Menschen haben die Erfahrung gemacht, dass sie f\u00fcr das, was sie denken, f\u00fchlen und tun von anderen bewertet und\/oder kritisiert werden. Wir haben dann das Gef\u00fchl nicht so sein zu d\u00fcrfen, wie wir gerne sein w\u00fcrden bzw. sind. Und diese Erfahrungen ziehen sich oft durch das ganze Leben.<\/p>\n<p><em>Aber wie soll der oder die andere uns verstehen, wenn wir uns nicht zeigen? Wenn wir uns nicht mitteilen?<\/em><\/p>\n<p>Deshalb geht es in einer guten Beziehung auch immer darum, dieses sich zeigen zu lernen und ein Miteinander zu entwickeln, in dem dies auch ohne Angst m\u00f6glich ist. Das macht deutlich, dass dazu immer zwei geh\u00f6ren. Es ist also die Aufgabe beider Beziehungspartner, einen gesch\u00fctzten Raum zu schaffen, in dem dies auch ohne Bewertung oder gar Herabw\u00fcrdigung m\u00f6glich ist. Hierzu gibt es einen tollen Satz aus dem Englischen: &#8222;We agree to disagree.&#8220; Es geht also gar nicht darum, immer auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen und der selben Meinung zu sein oder das selbe zu empfinden. Sondern es geht darum, den anderen und seine Position oder Gef\u00fchle zu verstehen und die Unterschiede als interessant und bereichernd zu empfinden. Nur so k\u00f6nnen wir einander wirklich sehen, und uns gesehen f\u00fchlen. Das ist emotional und f\u00fcr unsere Seele viel wichtiger, als zu &#8222;verschmelzen&#8220; \u2013 also immer der selben Meinung zu sein und das selbe zu empfinden. Im Grunde handelt es sich dabei um eine zwar romantische, aber h\u00f6chst unwahrscheinliche Vorstellung. Also nehmen wir den anderen am besten, wie er oder sie ist \u2013 und bem\u00fchen uns zu verstehen, wer uns da eigentlich gegen\u00fcber ist.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>4. \u00c4u\u00dfere unerf\u00fcllte Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche an die Beziehung, sobald Du sie empfindest. Nur so kann vermieden werden, dass sich Frust anh\u00e4uft. Jeder hat ein Recht auf seine Bed\u00fcrfnisse. Allerdings nicht auf deren Erf\u00fcllung.<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Dieser Punkt kn\u00fcpft unmittelbar an den vorherigen an. Denn zum <em>sich zeigen<\/em> geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch, dem oder der Partner(in) zu vermitteln, was einem innerhalb der Beziehung ggf. nicht passt, st\u00f6rt oder Schwierigkeiten bereitet. Davor haben viele Menschen gro\u00dfe Angst, da dies ja als Ablehnung (miss-)verstanden werden kann und man bef\u00fcrchtet, den anderen damit zu \u00fcberrumpeln, in Zielkonflikte zu st\u00fcrzen (&#8222;Wie kann ich jetzt uns beiden gerecht werden?&#8220;) oder gar zu verletzen.<\/p>\n<p>Die beiden wichtigsten Aspekte stecken daher gleich im Leitsatz: Erstens, nichts in sich hineinzufressen. Denn dann kommt es, wenn das sprichw\u00f6rtliche Fass \u00fcberl\u00e4uft, oft zu einem eruptiven Ausbruch. Und der oder die andere ist dann total \u00fcberrascht, &#8222;wo das pl\u00f6tzlich herkommt?&#8220; Denn er oder sie hat wahrscheinlich gar nicht mitbekommen, wie und was sich da aufgestaut hat. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen wir dem anderen nicht in den Kopf schauen. Demgegen\u00fcber ist der Frust und \u00c4rger, und damit das emotionale Involvement, viel geringer, wenn man gleich darauf hinweist, wenn man etwas beobachtet, dass einem in der Beziehung nicht richtig erscheint oder einen st\u00f6rt. In diesem Fall kann man es oft viel ruhiger und neutraler kommunizieren. Und es wird dann vermutlich auch anders beim jeweils anderen ankommen. Und ja, das ist auch eine Sache des Trainings &#8230;<\/p>\n<p>Der wichtigere, zweite Aspekt ist aber das Recht auf die eigenen Bed\u00fcrfnisse \u2013 nicht aber, dass diese auch erf\u00fcllt werden. Das ist eine unglaublich wichtige Unterscheidung. Denn oft verhalten wir uns beim \u00c4u\u00dfern unserer Bed\u00fcrfnisse so, als w\u00e4re es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit und ein Akt der Zuneigung bzw. Liebe, dass der oder die andere dieses Bed\u00fcrfnis nat\u00fcrlich sofort und auch immer wieder erf\u00fcllt. Das kann seinen bzw. ihren Interessen und eigenen Bed\u00fcrfnissen aber nat\u00fcrlich fundamental widersprechen, warum es vielleicht auch keine Bereitschaft dazu gibt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>5. Bem\u00fche Dich um L\u00f6sungen, wenn gegens\u00e4tzliche Wunschvorstellungen deutlich werden. Suche von Dir aus das Gespr\u00e4ch und beende es erst, wenn ihr eine pragmatische Absprache gefunden habt, die im Alltag umgesetzt werden kann.<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Als logische Konsequenz aus Punkt 4 k\u00f6nnen sich beide Partner nur dann auf Augenh\u00f6he begegnen, wenn sie die Bed\u00fcrfnisse des jeweils anderen ernst nehmen, zu verstehen versuchen und dann gemeinsam verhandeln, welche Bed\u00fcrfnisse des jeweils anderen wie erf\u00fcllbar sind, oder auch nicht \u2013 und dies auch f\u00fcr sich akzeptieren. Hierbei geht es nat\u00fcrlich wie immer auch darum, eine faire Balance zwischen den unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen herzustellen.<\/p>\n<p>Lassen sich keine grunds\u00e4tzlichen \u00dcbereinstimmungen auf die Bed\u00fcrfnisse selbst finden, ist es daher umso wichtiger, pragmatische L\u00f6sungen \u2013 und das bedeutet i.d.R. Kompromisse \u2013 zu finden, die sich im Alltag umsetzen lassen. Um zu verdeutlichen, was damit gemeint ist, nehmen wir folgende Situation: Einer der Partner hat abends gerne seine Ruhe, sitzt auf dem Sofa und liest ein Buch oder schaut TV\/Netflix. Der oder die andere geht abends gerne aus und trifft sich mit Freunden und Bekannten. Eine grunds\u00e4tzliche L\u00f6sung w\u00e4re jetzt, dass es f\u00fcr beide in Ordnung ist, das beide ihren Bed\u00fcrfnissen nachgehen \u2013 mit dem Nebeneffekt, dass sich die gemeinsame Zeit reduziert, die man ggf. gerne mit dem anderen verbringen m\u00f6chte. Eine pragmatische Vereinbarung w\u00e4re dann gemeinsam zu vereinbaren, an welche Tage man gemeinsam auf dem Sofa verbringt, wann man zusammen andere Menschen trifft, oder ggf. auch etwas ganz anderes macht. Und das so konkret wie m\u00f6glich, um Missverst\u00e4ndnisse zu minimieren und \u00fcberpr\u00fcfbar zu machen, ob sich auch beide wirklich an die Vereinbarung halten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>6. Impfe Dich gedanklich gegen Entt\u00e4uschungen. Auch der Traumpartner hat St\u00e4rken und Schw\u00e4chen. Ihr bleibt zwei eigenst\u00e4ndige Personen mit unterschiedlicher Lerngeschichte und unterschiedlicher Erlebnisweise. Krisen bedeuten nicht das Ende einer Beziehung. Mit einem anderen Partner w\u00fcrden sich VIELLEICHT NICHT diese Probleme Ergeben, aber mit Sicherheit andere.<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Das klingt jetzt nat\u00fcrlich erst mal unglaublich unromantisch. In etwa so wie &#8222;Wenn Du nichts erwartest, kannst Du auch nicht entt\u00e4uscht werden.&#8220; \u2013 was nat\u00fcrlich vollkommender Bl\u00f6dsinn ist.<\/p>\n<p>Insofern sollte man diesen Leitsatz eher als einen Aufruf zur Gelassenheit verstehen. Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, hat man meistens ein ganz gutes Gef\u00fchl daf\u00fcr, wie viele eigene Macken man so \u2013 trotz fortlaufender Selbstoptimierung \u2013 mit sich herumschleppt. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass der oder die jeweils andere mindestens genauso viele Macken hat, ist das entweder angsteinfl\u00f6\u00dfend oder emotional unglaublich entlastend. Und diese Macken werden immer mal wieder <em>Hallo!<\/em> sagen. Das es also hier und da mal quietscht in einer Beziehung, ist vollkommen normal. Wichtig ist nur, wie man damit umgeht. Je gelassener es uns gelingt, mit den Schw\u00e4chen des jeweils anderen umzugehen, umso harmonischer und positiver wird sich unsere Beziehung zu diesem anderen Menschen gestalten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>7. Vermeide den inneren\u00a0Satz \u201eNicht schon wieder ich, jetzt ist erst mal der andere dran\u201c, denn er ist der Beginn eines Teufelskreislaufs. Erinnere Dich stattdessen daran, dass Du Dich in manchen Dingen leichter tust \u2013 in anderen hingegen Dein Partner. Denn der Reichere kann mehr geben \u2013 und wo immer Du feststellst, der Reichere zu sein, dort gib.\u00a0<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Das ist ein sehr sch\u00f6ner, vielleicht zun\u00e4chst widerspr\u00fcchlicher Anschluss an die Suche nach einer Balance im Geben und Nehmen. Denn oft gehen wir davon aus, dass dem anderen die Dinge genauso leicht oder schwer fallen, wie uns selbst. Und das ist fatal \u2013 nicht nur weil es nat\u00fcrlich nicht stimmt. In dem Ma\u00dfe wie wir davon ausgehen, dass dem \/ der anderen etwas bestimmtes genauso leicht f\u00e4llt, wie uns selbst, steigt nat\u00fcrlich unsere Erwartungshaltung und unser Unverst\u00e4ndnis, wenn der \/ die andere damit k\u00e4mpft oder sich sogar weigert.<\/p>\n<p>Deshalb ist es auch an dieser Stelle wieder so wichtig sich zu zeigen und auch zu verdeutlichen, was einem leicht oder auch schwer f\u00e4llt. Dies erm\u00f6glicht dem anderen bestimmte Dinge zu \u00fcbernehmen, die ihm bzw. ihr vielleicht viel leichter fallen. Im Sinne des Leitsatzes ist er oder sie in diesem Moment der \/ die Reichere, dem \/ der es viel einfacher f\u00e4llt etwas bestimmtes zu tun oder zu lassen. Und an anderer Stelle ist es genau anders herum. Im Ergebnis verst\u00e4rken sich wechselseitige St\u00e4rken, anstatt dass sich die jeweiligen Schw\u00e4chen gegenseitig ausbremsen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>8.\u00a0Brich ein Gespr\u00e4ch ab, wenn es zum Streit ausartet, denn dann ist das Erarbeiten einer L\u00f6sung unwahrscheinlich. Vertage es und beginne es von Dir aus neu, wenn die Voraussetzungen f\u00fcr ein konstruktives Gespr\u00e4ch wieder gegeben sind. Das kann bereits nach 10 min sein.<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Das man nicht der selben Meinung ist, l\u00e4sst sich in einer Beziehung \u2013 wie bereits oben erw\u00e4hnt \u2013 eigentlich gar nicht vermeiden. Was sich aber schon vermeiden l\u00e4sst ist, dass daraus ein echter Streit wird. Wie an anderer Stelle bereits dargelegt, mischt sich dann unsere Amygdala ein und geht in den Kampf- oder Flucht-Modus und \/ oder man erlebt eine psychische Verletzung, die zu einer Art Schockstarre f\u00fchrt, in der man das Gef\u00fchl hat, erst einmal \u00fcberhaupt nicht reagieren zu k\u00f6nnen. Beides f\u00fchrt zur Selbsthypnose und dem ber\u00fchmten Tunnel, indem man sich fast schon fremdgesteuert vorkommt. Der in der Folge entstehende Streit ist dann i.d.R. ein Versuch der Selbstbehauptung bzw. Selbstverteidigung.<\/p>\n<p>Das ist ein hoch emotionaler Akt, bei dem die nun f\u00fcr die Verhandlung ben\u00f6tigte Rationalit\u00e4t sowie die Einnahme einer beobachtenden, bewertungsfreien Position vollkommen auf der Strecke bleiben. Wir werden also sinnbildlich zu <em>Tieren<\/em> \u2013 und benhmen uns auch oft so.<\/p>\n<p>Um ungewollte (weitere) Verletzungen des oder der anderen zu vermeiden, sollte man also den Kriegsschauplatz sofort verlassen \u2013 bevor man solche Blitze schleudert, die den \/ die andere(n) ernsthaft verletzen und nachhaltigen Schaden anrichten w\u00fcrden. Die Amygdala ist n\u00e4mlich impulsiv und ein Sprinter. Ihr geht schnell die Luft aus. Dann kann man sich wieder erden und zentrieren, und das selbe Thema in Ruhe und mit Wertsch\u00e4tzung verhandeln bzw. diskutieren.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>9.\u00a0Ber\u00fchre niemals die Tabus des anderen. Kein Paar schafft es, Streit v\u00f6llig zu umgehen. Aber ziele nie auf das \u201eLindenblatt\u201c des anderen. Verbale Beleidigungen und Beschimpfungen sollten dabei genauso verboten sein, wie k\u00f6rperliche Gewalt.<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Meistens kennt man die Schw\u00e4chen seines Partners bzw. seiner Partnerin ziemlich genau. Im Eifer des Gefechts ist es f\u00fcr einen &#8222;Punktsieg&#8220; daher ganz einfach etwas zu sagen, was den anderen massiv verletzt. Das wei\u00df der andere auch, und deshalb tut es besonders weh, wenn es dazu kommt.<\/p>\n<p>Wer Leitsatz Nr. 8 beherzigt, wird gottseidank niemals in diese Situation kommen. Falls es doch einmal passiert, gilt es vor allem f\u00fcr sich selbst auszuhalten, was man da gemacht hat und auch, dass es dann nicht reicht ein kleines \u2013 oder auch gr\u00f6\u00dferes \u2013 Pflaster zu kleben und zu meinen, dass damit ja alles wieder gut sei. Echte Wunden brauchen eine gewisse Zeit, bis sie wirklich verheilen und es ist die vorrangige Aufgabe des <em>Verursachers<\/em>, dies zu akzeptieren und dem anderen den Raum daf\u00fcr zu geben, dass m\u00f6glichst keine Narben zur\u00fcckbleiben.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h4>10. Keine Beziehung ist statisch.\u00a0Jede Beziehung l\u00e4sst sich jederzeit weiterentwickeln, wenn beide bereit sind, den eigenen Anteil zu ver\u00e4ndern.\u00a0Wenn Du eine Ver\u00e4nderung willst, dann beginn selbst damit. Denn in jeder neuen Beziehung trifft man nur immer wieder auf sich selbst.<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>Menschen ver\u00e4ndern sich. Menschen wachsen an sich und ihren Herausforderungen. Das geschieht nicht unbedingt immer im Gleichschritt mit dem Partner, sondern in Phasen und Wellen.<\/p>\n<p>M\u00f6chte man etwas ver\u00e4ndern oder weiterentwickeln so ist es zun\u00e4chst wichtig Leitsatz Nr. 3 zu beherzen und sich zu zeigen. Je besser der andere Partner versteht, was einem vielleicht fehlt oder wonach man strebt, umso einfacher ist es, sich selbst dazu eine Meinung zu bilden.\u00a0<\/p>\n<p>Im zweiten Schritt ist es dann wichtig, nicht eine Ver\u00e4nderung des anderen einzufordern \u2013 die er oder sie (zun\u00e4chst) vielleicht gar nicht will, sondern selber voranzuschreiten und die Ver\u00e4nderung zu leben, die man sich w\u00fcnscht. Oder analog den ber\u00fchmten Worten Mahatma Gandi&#8217;s:<\/p>\n<p>&#8222;Become the change you want to see in <em>your<\/em> world.&#8220;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr viele Menschen ist ihre Beziehung ein nicht unerheblicher Quell von Stress und manchmal sogar \u00c4ngsten. Von den kleinen und gro\u00dfen Krisen und Katastrophen des Alltags mal ganz abgesehen. Man versteht den oder die Partnerin nicht. Man f\u00fchlt sich selbst nicht verstanden. Oder gesehen. Oder akzeptiert. 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