{"id":1431,"date":"2023-08-14T17:57:20","date_gmt":"2023-08-14T17:57:20","guid":{"rendered":"https:\/\/rslnc.com\/?p=1431"},"modified":"2023-11-07T15:28:56","modified_gmt":"2023-11-07T15:28:56","slug":"sehen-und-gesehen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rslnc.com\/de\/uebungen-de\/sehen-und-gesehen-werden\/","title":{"rendered":"Sehen und gesehen werden"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.20.2&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<p>F\u00fcr unser Wohlbefinden ist es extrem wichtig, dass wir das Gef\u00fchl haben, von anderen wahrgenommen und gesehen zu werden \u2013 und zwar so, wie wir sind. Nur dann k\u00f6nnen wir uns auch wirklich angenommen f\u00fchlen. Und das Ganze gilt nat\u00fcrlich auch anders herum \u2013 auch wir wollen wissen, wer die andere Person uns gegen\u00fcber wirklich ist. Denn nur so k\u00f6nnen wir Vertrauen aufbauen.<\/p>\n<p><em>Aber warum hat man oft das Gef\u00fchl nicht gesehen zu werden? Und warum hat das ggf. mehr mit einem selbst zu tun, als mit dem vermeintlichen Desinteresse der anderen?<\/em><\/p>\n<p>Die Antwort ist unglaublich einfach \u2013 aber nicht ganz so einfach umzusetzen. Denn gesehen werden und einen anderen Menschen sehen k\u00f6nnen hat sehr viel damit zu tun, dass man nur gesehen werden kann, wenn man sich auch zeigt. Und das tun wir oft nicht. Und es ist uns gar nicht bewusst, dass wir es nicht tun. Und dann fragen wir uns: &#8222;Warum sieht mich denn keiner?&#8220;<\/p>\n<p>Einer der Gr\u00fcnde daf\u00fcr ist die Angst vor Ablehnung. Und so versuchen wir oft diejenigen zu sein, von denen wir glauben, dass es andere von uns erwarten. Das ist im Grunde ein sehr toxisches und auch manipulatives Verhalten, bei dem wir \u00fcberlegen: &#8222;Was erwartet der\/die andere jetzt wohl von mir? Was m\u00fcsste ich tun, damit er\/sie mich mag \/ liebt \/ attraktiv oder begehrenswert findet?&#8220; Und das ist nat\u00fcrlich das absolute Gegenteil von<em> sich zeigen<\/em>. Die Angst vor Ablehnung ist also oft gr\u00f6\u00dfer als der Wunsch nach Authentizit\u00e4t und echter Verbundenheit. Aber man kann das eine Gottseidank verlernen, und das andere lernen.<\/p>\n<p>Wie l\u00e4sst sich das S<em>ich Zeigen<\/em> also lernen bzw. trainieren?<\/p>\n<ol>\n<li>Daf\u00fcr ist im ersten Schritt erst einmal Bewusstheit notwendig. Also f\u00fcr sich selbst in einer spezifischen Situation festzustellen: &#8222;Was macht das gerade mit mir? Welche Gef\u00fchle l\u00f6st es in mir aus? Welche Gedanken oder Emotionen habe ich? Was w\u00fcrde mir in diesem Moment gut tun \/ Kraft geben \/ mich bei mir selbst sein\/bleiben lassen? Was w\u00fcrde ich mir jetzt w\u00fcnschen das passiert, oder wie sich der andere verh\u00e4lt?&#8220; Es geht also im ersten Schritt um einen Moment des Innehaltens und der Selbstbeobachtung.<\/li>\n<li>Der zweite Schritt ist dann der vermeintlich schwierigere: Diese Selbstbeobachtung auch gegen\u00fcber der anderen Person auszusprechen. Das ist der Moment, wo sich vermutlich die Abwehr breit macht, und man ggf. Angst vor den m\u00f6glichen Konsequenzen bekommt. Deshalb ist es wichtig, diese Beobachtung vollkommen neutral auszusprechen \u2013 m\u00f6glichst ohne Bewertung und vor allem ohne &#8222;Anklage&#8220; der anderen Person gegen\u00fcber. Zum Beispiel mit S\u00e4tzen wie: &#8222;Das ist spannend. Wenn ich in mich reinf\u00fchre merke ich, das dieses Gespr\u00e4ch \/ was gerade passiert ist &#8230; mit mir macht.&#8220; Auf diese Weise wird man f\u00fcr die andere Person sichtbar und sie kann sich ggf. auch zeigen: &#8222;Ich h\u00e4tte niemals gedacht, dass &#8230; das mit Dir macht. Wenn ich das gewusst h\u00e4tte, h\u00e4tte ich &#8230;!&#8220; Und so entsteht quasi ein Dialog des gegenseitigen Zeigens und Gesehenwerdens, der oft vollkommen neue Perspektiven erm\u00f6glicht und dazu f\u00fchrt, sich viel verbundener zu f\u00fchlen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Am besten probiert man das <em>sich zeigen<\/em> erst einmal mit Personen und in Momenten aus, in denen man sich relativ sicher f\u00fchlt \u2013also nicht gleich in einer stark konfrontativen Situation, in denen die Angst, sich tats\u00e4chlich zu zeigen, vermutlich besonders hoch ist. Aber das Ziel ist nat\u00fcrlich, dass man mit dem \u00dcben und den so gewonnenen positiven Erfahrungen irgendwann auch in der Lage ist, sich in herausfordernden Situation zu zeigen und gesehen zu werden. Denn es ist ein unglaublich kraftvolles Instrument, um immer selbstbewusster zu werden und f\u00fcr sich einstehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Ausprobieren und \u00fcben. Du wirst erstaunt sein, wie gut sich das Ganze nach kurzer Zeit anf\u00fchlt und wieviel mehr Du \u00fcber andere Menschen erfahren wirst, was Du bisher noch gar nicht wusstest!<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr unser Wohlbefinden ist es extrem wichtig, dass wir das Gef\u00fchl haben, von anderen wahrgenommen und gesehen zu werden \u2013 und zwar so, wie wir sind. Nur dann k\u00f6nnen wir uns auch wirklich angenommen f\u00fchlen. 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