{"id":219,"date":"2023-02-04T20:42:23","date_gmt":"2023-02-04T20:42:23","guid":{"rendered":"http:\/\/rslnc.com\/?p=219"},"modified":"2023-10-26T23:12:30","modified_gmt":"2023-10-26T23:12:30","slug":"optimismus-durch-akzeptanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rslnc.com\/de\/wissen-de\/optimismus-durch-akzeptanz\/","title":{"rendered":"Optimismus durch Akzeptanz"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.19.3&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.19.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<p>Es gibt Momente, da erscheint uns ein optimistischer Blick nach vorne und der Glaube daran, dass &#8222;es wieder besser wird&#8220;, fast unm\u00f6glich.<\/p>\n<p><em>Wie gelingt es uns also in einer gef\u00fchlt aussichtslosen Situation neuen Mut zu fassen und positiv in die Zukunft zu schauen? Und was hat Akzeptanz damit zu tun?<\/em><\/p>\n<p>Das interessante an Momenten des Unwohlseins durch Stress, \u00c4ngste, etc. ist, dass wir uns in der Regel versuchen, gegen diese Gef\u00fchle zu wehren. Wir wollen uns nicht schlecht f\u00fchlen und diese Gef\u00fchle m\u00f6glichst schnell wieder loswerden. Das heisst, wir k\u00e4mpfen in der Regel auf verschiedene Arten dagegen an.<\/p>\n<p>Das Problem ist allerdings, dass dies eigentlich nur dazu f\u00fchrt, dass wir uns selber diesem Gef\u00fchl aussetzen und in ihm verharren. Den wir k\u00f6nnen diese negativen Gef\u00fchle nicht besiegen. Und wir werden sie vor allem nicht los, in dem wir versuchen sie einfach &#8222;auszusperren&#8220; bzw. zu &#8222;ignorieren&#8220;. Stattdessen wird man immer tiefer in die negativen Gef\u00fchle hineingezogen.<\/p>\n<p>Das ist in etwa so, als ob man in einem Boot sitzt und pl\u00f6tzlich merkt, dass Wasser in das Boot eindringt. Man ist gestresst, bekommt Angst und f\u00e4ngt vielleicht auch an zu paniken. Wenn man jetzt einfach wie verr\u00fcckt versucht Wasser aus dem Boot zu sch\u00f6pfen, wird man irgendwann so ersch\u00f6pft sein, dass man zwangsl\u00e4ufig untergeht. Wenn man stattdessen aber erst einmal inneh\u00e4lt, f\u00fcr sich akzeptiert, dass man in einer schwierigen Situation ist und \u00fcberlegt, woher das Wasser kommt und wie man das Leck ggf. schlie\u00dfen kann, hat man eine Chance, diese Krisensituation zu \u00fcberstehen und vielleicht sogar gest\u00e4rkt daraus hervorzugehen.Mit negativen Gef\u00fchlen ist es eigentlich genau das gleiche: Anstatt sich gegen diese Gef\u00fchle zu wehren und sie zu verdr\u00e4ngen zu versuchen, sollte man ganz genau hinschauen (<em>siehe auch Bewusstheit<\/em>), verstehen zu versuchen woher dieses Gef\u00fchl kommt, es einladen und als zu sich zugeh\u00f6rig zu verstehen.<\/p>\n<p>Das klingt nat\u00fcrlich erst einmal abstrakt, aber man kann es sich folgenderma\u00dfen vorstellen: Da klingelt also die Angst an der T\u00fcr. Man \u00f6ffnet die T\u00fcr, erkennt die Angst und versucht die T\u00fcr m\u00f6glichst schnell wieder zu schlie\u00dfen, damit die Angst auf keinen Fall in die eigenen vier W\u00e4nde kommen kann \u2013 was aber meistens nicht gelingt, weil sie schon irgendwie reingeschl\u00fcpft ist und sich jetzt \u00fcberall breit macht. Stattdessen, sollte man die Angst hereinbitten, ihr einen Platz auf dem Sofa anbieten und fragen: &#8222;Was f\u00fchrt Dich eigentlich hierher? Warum bist Du gekommen? Und, was willst Du von mir?&#8220; Mit anderen Worten, man sollte sich so einen Stress oder eine Angst ganz genau anschauen. Und wie ein Kommissar herausfinden, warum sie eigentlich gekommen ist und welche Funktion sie hat. Das kann man aber nur, wenn man sie &#8222;willkommen heisst&#8220; \u2013 und nicht, wenn man ihr die T\u00fcr vor der Nase zuschl\u00e4gt.In einem \u00fcbertragenden Sinne geht es also darum, dieses negative Gef\u00fchl als einen nat\u00fcrlichen Teil eines selbst zu verstehen und auch seine Existenz als etwas vollkommen &#8217;normales&#8216; zu begreifen. Immerhin ist es ganz selbstverst\u00e4ndlich, dass wir in bestimmten Situationen gestresst sin, Angst haben, etc. Und in dem Ma\u00dfe, wie wir uns selbst erlauben die diese negativen Gef\u00fchle als selbstverst\u00e4ndliche Teile von uns zu begreifen, verlieren sie ihre Kraft uns zu bedrohen. Und indem wir das tun, k\u00f6nnen wir diese Gef\u00fchle als etwas ganz normales und selbstverst\u00e4ndliches akzeptieren und ihre Ursachen &#8222;erforschen&#8220;. Mit anderen Worten, wir akzeptieren, wie es gerade in diesem Moment ist.<\/p>\n<p>Auf dieser Basis \u2013 wenn man versteht warum man gestresst ist oder Angst hat \u2013 ist es dann viel einfacher, zu \u00fcberlegen und\/oder in sich hineinzust\u00fcrzen, was man tun k\u00f6nnte\/sollte\/m\u00fcsste, um aus diesem Zustand wieder herauszukommen. Und vor allem, das man dies selbst beeinflussen bzw. erreichen kann (siehe auch Selbstwirksamkeit). Dies f\u00fchrt fast automatisch dazu, dass man neue Hoffnung in dieser ggf. zun\u00e4chst als ausweglos empfundenen Situation versp\u00fcrt. Und der Optimismus zur\u00fcckkehrt.<\/p>\n<p>Oder anders ausgedr\u00fcckt: Ohne die Akzeptanz des Status Quo sind Hoffnung und \u00a0Optimismus gar nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Und falls dieser Satz f\u00fcr Dich\/Sie jetzt immer noch ziemlich komisch klingt, sei noch eine wichtige Differenzierung hinzugef\u00fcgt: Akzeptanz heisst nicht, dass man einen Zustand grunds\u00e4tzlich gut oder in Ordnung findet. Nein, Akzeptanz heisst lediglich, das es in Ordnung ist, dass es im Moment so ist. Was aber nicht heisst, dass man daran etwas \u00e4ndern will und auch kann. Das ist der wesentliche Unterschied.<\/p>\n<p><em>Und warum sind Akzeptanz und Optimismus wichtig f\u00fcr die Ausbildung von Resilienz?<\/em><\/p>\n<p><span>Da es bei Resilienz im Kern um unsere emotionale Widerstandsf\u00e4higkeit geht \u2013 also wie es uns gelingt mit Stress, St\u00f6rungen und Krisen erfolgreich umzugehen \u2013 ist es wichtig, den Umstand, dass es gerade eine Krise, ein Problem oder \u00c4ngste gibt, \u00fcberhaupt erst einmal zu akzeptieren. Denn all das geh\u00f6rt genauso zu uns und unserem Leben, wie die Momente, die wir als erf\u00fcllend wahrnehmen und in denen wir uns gl\u00fccklich f\u00fchlen. <\/span><\/p>\n<p><span>Wenn wir das tun, und die Erfahrung machen, dass akzeptieren nichts mit Ohnmacht und Ausgeliefertsein zu tun hat, sondern dass Akzeptanz nur der erste Schritt dazu ist, wieder in die Selbstwirksamkeit zu gelangen und an der momentanen Situation etwas ver\u00e4ndern zu wollen und zu k\u00f6nnen, ist das der erste Schritt zu einer optimistischen Sicht auf die eigene Zukunft. Oder wie man so sch\u00f6n sagt: &#8222;Wir sind immer unseres eigenen Gl\u00fcckes Schmied&#8220;.<\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p><span><\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Momente, da erscheint uns ein optimistischer Blick nach vorne und der Glaube daran, dass &#8222;es wieder besser wird&#8220;, fast unm\u00f6glich. Wie gelingt es uns also in einer gef\u00fchlt aussichtslosen Situation neuen Mut zu fassen und positiv in die Zukunft zu schauen? Und was hat Akzeptanz damit zu tun? 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